Mutige Entscheidungen: Esther fand den Mut, entgegen den Wünschen ihrer Familie, ihren eigenen beruflichen Weg zu gehen und als Holistic Coach ihre Selbstständigkeit zu starten

Meine Wochenserie #menschendiemutigeentscheidungentreffen geht mit Esther heute in die siebte und vorerst letzte Runde, bevor es in die Sommerpause geht!


Esther meldete sich nach meinem Aufruf auf Instagram bei mir und schrieb: „Ich habe 2 Jahre gebraucht um den Mut zu finden einen Instagramkanal mit meiner Selbstständigkeit zu „starten“. Allerdings supportet mich mein direktes Umfeld, aber vielleicht passt das ja dennoch.” Ich fand, dass es auf jeden Fall passt, sodass wir kurz darauf zu einem Gespräch zusammenfanden:

Meinst du damit deinen Weg als Coach?

Ja, auch. Zu Allererst meine ich damit, mir einzugestehen, dass ich eigene Wünsche hinsichtlich meiner beruflichen Selbstverwirklichung habe. Ich denke dazu muss ich etwas weiter ausholen. Eigentlich wartet da ein Familienunternehmen im Background, das gern übernommen werden möchte. Meine berufliche Karriere war also lange von den Erwartungen meiner Eltern geprägt. (I don’t judge.) Schon während meiner Ausbildung war mir eigentlich klar, dass ein klassischer Bürojob mich nicht glücklich machen wird. Aber irgendwie war da dieser Druck, weißt Du? „Niemanden enttäuschen zu wollen; Die Eltern stolz zu machen.. usw.“ Rückblickend kann ich sagen, dass ich vor mir selbst weggelaufen bin und mich sogar in ein BWL-Studium geflüchtet habe.

Meiner Familie zu sagen, dass ich entgegen ihrer Wünsche, einen eigenen Weg gehe; war wohl eine der drei schwersten Entscheidungen meines Lebens. Gleichauf mit der Klärung der Frage: „Shi*t - Was kann und möchte ich denn eigentlich beruflich machen?“. Und der Entscheidung meinem Herzen zu folgen und mit meiner Selbstständigkeit loszulaufen.

Und um jetzt endlich deine Frage zu beantworten, ja ich meine damit auch meinen Weg als Holistic Coach. Ich gehe das Thema Coaching nämlich von einer spirituellen Perspektive an. Mein Schwerpunkt ist die „Sinnsuche im Bezug auf die berufliche Selbstverwirklichung“ mit der Kernthematik einen beruflichen Alltag zu kreieren der nicht nur happy macht, sondern der im Einklang mit den kosmischen Gesetzen ist, ob in Festanstellung oder in der Selbstständigkeit. Ich nutze z.B. gerade für die individuellen Empfehlungen total gern die Astrologie.

Astrologie, Gesetz der Anziehung, ätherische Öle, Manifestieren mit dem Mond? Klingt jetzt erstmal nach Esoterik-Kram, oder? Und ja, genau deswegen hatte ich wirklich schreckliche Angst davor, was die Leute denn sagen könnten. Ich hatte fürchterliche Angst davor, irgendwie „anders" zu sein. Denn diesen ganzen Spiritkram kann man durchaus von einer humorvollen und modernen Seite aus angehen und dann ist es gar nicht mehr so „Hokus-Pokus".

Außerdem weiß ich heute, dass es sowas wie „normal sein" überhaupt nicht gibt. Was für mich normal ist, kann für dich unnormal sein - und that's how it works. Wir erschaffen unsere Realität, unsere Wahrheit - in unseren Köpfen.

Was glaubst du denn war der ausschlaggebende Punkt zu sagen: Okay, ich ziehe das jetzt wirklich durch und mach das?

Mein Leidensdruck wurde zu groß. Wenn wir einem Job nach gehen, und das ist meine Überzeugung, den wir nicht mögen, dann werden wir irgendwann richtig fies unglücklich. Dazu kam dann noch ein familiärer Vorfall, der es mir vereinfacht hat, mich dahingehend abzugrenzen. Und dann hatte ich plötzlich keine Ausrede mehr für meine Prokrastination.

Außerdem wollte ich mich nicht mit einem Leben zufrieden geben, was „einfach nur okay" ist. Ohne undankbar sein zu wollen, ist es mein Glaube, dass es unser Geburtsrecht ist, unser Leben so zu gestalten, dass wir happy sind.

Was hat denn die Entscheidung dann auch für dich verändert?

Aus seiner Komfortzone herauszutreten macht einem erstmal ziemlich viel Angst, in zweiter Instanz fühlt es sich aber richtig gut an. Ich bin durch diese Entscheidung aus meinem selbst geschaffenen Hamsterrad der miesen Laune ausgetreten. Ich hab plötzlich erstmals die Verantwortung für mein eigenes Leben übernommen. Die Kombination Abgrenzung und Selbstverwirklichung hat tatsächlich mein Leben verändert.

Außerdem ist es ein Gefühl der Freiheit, so zu seiner Interpretation der Spiritualität zu stehen. Manifestation funktioniert und ich bin total glücklich, dass ich jetzt den Mut habe, anderen zu zeigen, wie es geht.

Was bedeutet die Entscheidung für dich?

Sie bedeutet für mich Freiheit, frei von den Erwartungen anderer. Und sie macht mich stolz. Ich habe mich 2 Jahre lang wirklich nicht getraut, meinen Instagramkanal zu starten. Ganz zu schweigen von den immensen Investitionen in meine Weiterbildungen.

Meinst du jetzt für eine Coachingausbildung selber, oder für Weiterbildungen?

Ja, genau. Ich bin angehende psychologische Beraterin und psychologisch beratende Astrologin und hab noch zig weitere Weiterbildungen gemacht.

Wie hat denn dein Umfeld darauf reagiert?

Gespalten. Meine Eltern sind natürlich „not so amused“ gewesen. Gerade mein Vater: Er fragt mich bis heute bei jedem Telefonat, ob ich mir das denn auch gut überlegt hätte. Aber ich vermute auch, dass er nach wie vor noch nicht verstanden hat, wie man online Frauen coachen kann. Ich schiebe es mal auf den „Generationsunterschied“.

Ansonsten waren es tatsächlich, die Menschen aus meinem Umfeld, die mir dazu geraten haben, eine solche berufliche Richtung einzuschlagen. Die haben an mich geglaubt, bevor ich es selbst tat und dafür bin ich wirklich total dankbar.

Wie gehst du denn allgemein mit Entscheidungen um?

Ich glaube ganz gut. Ich mein, nicht jede Entscheidung hat eine solche Tragweite wie die von denen ich heute erzählt habe. Aber bei der Wahl des Brötchens beim Bäcker brauche ich immerhin keine 9 Jahre. (haha)

Welchen Rat möchtest du anderen auf den Weg geben, die vor einer schwierigen Entscheidung stehen?

Connecte dich mit dir selbst. Nutze deinen Verstand und dein Herz. Nimm dir Zeit und wäge in Ruhe für dich ab.

Eigentlich weißt Du schon was du willst. Also frag dich lieber was dich davon abhält, das zu tun, wonach dein Herz schreit?

Außerdem kann man sich auch immer nochmal „umentscheiden“.

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Wenn du mehr zu Esther und ihrer Arbeit erfahren möchtest, dann schau auf ihrem Instagramaccount @einfach___esther vorbei!

Im Herbst geht es dann weiter! Mir hat es auf jeden Fall sehr viel Freude gemacht und hoffe, die ein oder andere Person mit den Gesprächen inspiriert und ermutigt zu haben! Wenn du auch mutige Entscheidungen getroffen hast und anderen davon erzählen möchtest, dann melde dich gerne bei mir unter hi@entscheidungswirrwarr.com.