Mutige Entscheidungen: Francesca kündigte ihren sicheren Job im großen Konzern für einen befristeten 3-Monats-Vertrag in einem Start-Up

Heute geht geht meine Wochenserie #menschendiemutigeentscheidungentreffen mit Francesca die dritte Runde!

Auch Francesca meldete sich nach meinem Aufruf bei mir und schrieb: „Weiß nicht, ob das spektakulär genug ist, dass ich meinen sicheren Job im Telekom Konzern für einen befristeten 3-Monats Vertrag in einem StartUp gekündigt habe” Ich fand es absolut spektakulär und lud sie zu einem Gespräch ein, um mehr darüber zu erfahren. Und ich kann dir sagen: Francesca hat wirklich Feuer unterm Hintern! 🔥

Erzähl mal ein wenig darüber!

Es war so: Ich bin… ich war nach dem Abi so klassisch jemand, der nicht wusste, was er machen will und hab dann gedacht: Okay, ich mach mal BWL, so wie ganz ganz viele andere, die sich einfach eine Basis schaffen wollen, von da aus weiter gucken wollen. Hatte aber in der Oberstufe Leistungskurs Informatik und wurde beim Telekom-Vorstellungsgespräch umüberredet, zur Wirtschaftsinformatik, weil ich ja quasi schon eine Vorqualifikation hatte und die Übernahmechancen da besser wären.

Also ich glaube am Ende wäre ich happier gewesen im Studium, wenn ich BWL doch gewählt hätte, aber natürlich wär ich nicht da, wo ich jetzt bin, wenn ich nicht das Wirtschaftsinformatik-Studium genommen hätte. Deswegen alles gut. Aber ich hab dann schnell gemerkt: Okay, die Informatik ist etwas, das ich gut kann, wo ich mich aber nicht in Zukunft sehe. Für meinen Betriebseinsatz wurde ich im Controlling eingesetzt. Man wird da per Zufall zugeteilt. Und ich bin dann sehr sehr unglücklich gewesen die ersten acht Monate und hab echt acht Monate gekämpft, um in eine andere Abteilung versetzt zu werden. Und das hat dann auch irgendwann funktioniert. Mit Argumenten hat das nicht funktioniert, bis ich dann einmal geweint habe, dann hat’s geklappt auf einmal.

Und dann wurde ich einfach in eine Abteilung versetzt, die ich mir nicht aussuchen konnte, sondern ich hab vorher mit denen schon Kontakt aufgenommen und die haben halt gesagt: „Wir möchten Sie haben!” und das wurde dann halt erlaubt.

So kam ich dann zum Social Media Business Team. Vor Ort aus werden die internen sozialen Medien bespielt und verwaltet. Das war hochinteressant und hat mir auch Spaß gemacht. Social Media als Instrument der internen Unternehmenskommunikation ist nicht nur ein Treiber von Innovation und Motivation, ich konnte dort auch meine erste professionelle Erfahrung in dem Bereich sammeln.

Ja, und dann ging mein Studium so weiter. Ich bin dann auch noch in die Mitbestimmungsstrukturen gewählt worden und war dann sowas wie ein Betriebsratsmitglied, aber für die Studierende und Azubis. Schließlich war mein Studium irgendwann vorbei, sodass ich anfing, Bewerbungen für die interne Jobbörse zu schreiben. Diese ist speziell für Absolventen und Auslerner und bietet alle Entry-Level-Jobs der Telekom.

Mein Studium ging Ende September 2018 zu Ende. Und dann war ich erstmal freigestellt für meine Tätigkeit in den eben erwähnten Mitbestimmungsstrukturen. Im Februar beschloss ich, mein Mandat niederzulegen, konnte das aber erst im Mai tun, weil ich noch für eine saubere Übergabe sorgen wollte. Also bin ich zum 01.05.2019 in den Job gegangen, den ich nach dem Studium bekommen habe, von dem ich bis hierhin freigestellt war.

Ich muss sagen: Meine Mutter war sehr sehr glücklich. Sie ist sehr sicherheitsorientiert, und hat sich gewünscht, dass ich lange (am liebsten für immer) im Konzern bleibe. Wenn du da halt einmal da einen festen Job hast, dann kannst du auch immer wieder in verschiedene Jobs wechseln. Also, wenn du irgendwo angestellt bist bei der Telekom, gibts halt immer diese interne Jobbörse und du kannst dich überall bewerben. Deswegen war meine Mutter sehr happy, dass ich einen Fuß in der Tür hatte, auch wenn ich mit dem Job selbst nicht vollkommen happy war. Ich war „Juniorreferentin für Automatisierung und Digitalisierung.” - klingt ja ganz cool.

Und da war ich dann nur sechs Wochen, denn ich habe schnell gemerkt: Okay, das ist jetzt das, was ich anscheinend die nächsten Jahre machen soll, bevor ich ggf. irgendwo hinwechseln werde, oder ich in irgendeiner Weise befördert werde. Und das hat mir einfach gar keinen Spaß bereitet. Also das Team war wirklich richtig nett, die Leute waren cool, aber das Thema halt gar nicht.

Und weil ich halt schon immer jemand war, der danach gestrebt hat, immer die happieste Version von mir selber zu sein - wenn ich mit irgendwas nicht zufrieden bin, verändere ich etwas daran - habe ich angefangen, mich extern zu bewerben. Als Social Media Managerin, weil ich das zu Studienzeiten auch gemacht habe und dachte, dass das mein Traumjob ist. Und ich wollte halt… Einerseits kannte ich nur die Telekom nach dem Abi und das war das einzige, wo ich im Berufsleben je war, und wollte sehen, was es sonst noch so gibt und mir die Hörner draußen abstoßen. Und andererseits wusste ich dann auch, dass ich nicht den Rest meines Lebens bei der Telekom bleiben möchte. Auch nicht irgendwie in einem Konzern. Ich habe mir mehr Freiheit gewünscht. Und mich haben alle natürlich für bekloppt erklärt. Der Job war fest, unbefristet. Ich hab gutes Geld verdient und auch nicht so viel gearbeitet, wie jetzt.

Also sowohl meine Kollegen, als auch meine Familie, meine Freunde. Alle haben gesagt: „Willst du das wirklich?” Und dann habe ich diesen Job angeboten bekommen als Social Media Managerin bei einem Start-Up in Düsseldorf und fand das ziemlich cool und wollte das gerne machen, auch wenn das täglich 3 Stunden Wegzeit bedeutete.

Ich muss noch dazu sagen: Ich hätte halt bei der Telekom, und das ist der Witz an der Geschichte eigentlich, einige Jahre „unbezahlten Urlaub” nehmen können, also wie ne Freistellung, für externe Beschäftigungen. Ich hätte also diesen festen Konzernjob nicht richtig kündigen müssen, sondern hätte einen Fuß in der Tür behalten können.

Dann habe ich von diesem StartUp aber die Rückmeldung bekommen: „Einer unserer Core-Values im Unternehmen ist, all-in zu gehen.” Der Core-Value hieß „Geh all-in oder geh nach Hause.”
Das bedeutet, dass dieses Start-Up tatsächlich nicht wollte, dass ich diese Möglichkeit bei der Telekom wahrnehme. Ich stand also vor der Wahl: Entweder ordentlich kündigen, oder bleiben.

Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann mache ich das halt auch. Und ich wollte es unbedingt. Und für mich war zu diesem Zeitpunkt völlig klar, dass das meine Zukunft ist… Spoiler Alert: Nach 3 Monaten habe ich gekündigt. Meine Mutter war dann mittlerweile auch so: „Ja, ich kann dir sagen, was ich will, du machst halt eh, was du willst. Und wenn du dir einmal was in den Kopf gesetzt hast, dann machst du das halt auch.” Und so war das dann auch, und dann hab ich die Kündigung abgeschickt. Vier Wochen später war ich raus.

Also ich bin in der Zeit mega gewachsen, mega krass, weil ich einfach so viele Challenges hatte und ich hab so viel geheult, das glaubst du gar nicht. Und nach drei Monaten haben wir einfach festgestellt: „Okay, so wie ihr gerne die Mitarbeiter haben möchtet und wie ihr wollt, wie die Mitarbeiter arbeiten, das ist einfach nicht, wie ich arbeiten möchte. Nicht, dass ich nicht könnte, aber ich möchte einfach nicht.” Dann haben wir ehrlich gesagt: „Das heißt nicht, dass ihr schlecht seid, das heißt nicht, dass ich schlecht bin, sondern wir passen einfach nicht gut zusammen,” und sind auseinander gegangen.

Schön, dass ihr so offen darüber reden konntet und das nicht irgendwie zu einem Streit ausgeartet ist!

Ja voll. Das war richtig gut. Also ich saß dann mit der Gründerin und der Managerin im Raum und die haben halt beide sofort gesagt, wie mutig das von mir ist, für das einzustehen, was ich wirklich will und haben dann nochmal das ganze Team direkt zusammengetrommelt mich da hin gestellt und gesagt: „Hier guckt mal, das ist genau das, was wir wollen. Wir wollen Leute, die für sich einstehen,” und mich da echt mit offenen Armen gehen lassen. Aber die Leute, mit denen bin ich immer noch sehr dicke, ganz ganz ganz tolle Menschen. Da hat sich echt was gebildet. Danach haben noch ein paar mehr Leute gekündigt und wir sind aber alle richtig close. Wir unterstützen uns alle, weil es sind jetzt auch ganz viele Selbständige geworden. Und dann ging ja eigentlich noch das ganze andere Kapitel los und alles, was danach passiert ist. Aber das ist ja auch die Entscheidung, worüber wir sprechen.

Was fandest du, hat dir denn mehr Mut abverlangt: Den Job bei der Telekom zu kündigen, oder eben den Job, den du danach hattest und die Entscheidung getroffen hast, selbstständig zu werden?

Ich kann’s dir gar nicht so wirklich sagen, weil es waren ganz unterschiedliche Entscheidungen. Bei der ersten, bei der Telekom zu kündigen, das war so eine Grundsatzentscheidung. Also ich weiß, dass ich nicht mehr den Rest der Zeit in so einem Konzern bleiben will. Also was bleibt mir quasi so noch übrig? Und das war von mir so mutig, weil mir ganz viele andere gesagt haben, dass ich es mir gut überlegen soll. Und ich hab das Gefühl, ich brauchte nicht so viel Mut, weil mir überhaupt nicht bewusst war, was ich da mache. Weil mir nicht bewusst war, was da alles kommt, was da alles passieren wird. Da war ich noch sehr naiv.

Aber ich bin Freundin davon, Naivität zu haben, weil ich glaube, wenn ich vorher immer wüsste, was passiert, dann würde man es nicht machen. Und deswegen braucht man Naivität, um Entscheidungen zu treffen, ohne zu wissen, was daraus alles folgt. Jetzt, nachdem ich diese vielen krassen Entscheidungen getroffen habe, die mich dahin gebracht haben, wo ich jetzt bin, weiß ich: Zum Zeitpunkt A, bist du Person A und zum Zeitpunkt B bist du Person B und wenn du bei einem späteren Zeitpunkt bist, weißt du ganz genau, Person A, also mein früheres Ich, hätte sich niemals ausmalen können, was passiert. Also kannst du es auch einfach sein lassen, weil du dir nicht vorstellen kannst, was passieren wird.

Und da brauchen wir glaube ich auch so ein gewisses Vertrauen, dass egal was passiert, es trotzdem gute Aspekte hat, auch wenn es sich erstmal nicht so anfühlt.

Voll. Also auf jeden Fall. Dieses Vertrauen ist so so wichtig. Als ich dann beim Start-Up gegangen bin, da war eigentlich mein Plan: Okay, ich suche mir jetzt einen Teilzeitjob, werde angestellt und mach ich mich dann mit Social Media selbstständig. Und dann ist ja so einiges passiert, was dann nicht so funktioniert hat, wie ich gedacht habe.

Und da einfach zu wissen: Okay, ich sorge dafür, dass das alles hier funktioniert, dass ich irgendwie hiermit klarkomme. Ich habe dann am letzten Tag bevor ich Arbeitslosengeld hätte beziehen müssen, einen Teilzeitjob in einem Schuhgeschäft und noch ein 450 Euro Job in einem Fitnessstudio bekommen. Weil am Ende musst du nur dir selbst vertrauen, dass du es irgendwie hinbekommst. Und es liegt ja alleine an dir, du musst dir dann halt selber beweisen, dass dieses Vertrauen gerechtfertigt war, weil es wird dich halt niemand anderes retten.

Du hast ja auch gesagt, dass wenn du ein Problem hast, oder wenns dir nicht gefällt, dann änderst du das. Hattest du die Einstellung schon immer?

Ja, ich denke ich bin da in den letzten Jahren auf jeden Fall besser geworden, die Dinge dann zu ändern und vor allem auch Dinge anzusprechen. Da ist auf jeden Fall viel Wachstum passiert. Aber so diese Grundeinstellung: Das gefällt mir nicht. Okay, dann mach ich es so, wie es mir gefällt. Ich glaub die war tatsächlich schon immer drin. Meine Mom ist sehr sicherheitsorientiert und ich sehr happinessorientiert und es war halt schon immer so, dass sie versucht hat, mich von etwas anderem zu überzeugen. Aber ich hab halt immer gesagt: „Nein, ich will das aber machen und es klappt schon irgendwie.”

Also ich weiß noch, dass… es ist eine unserer Lieblingsgeschichten: Ich hab halt früher ganz ganz ganz viel getanzt und auch in einer Crew und Wettbewerbe auch getanzt, und was nicht alles. Und dann musste ich auch auf viele Trainings gehen und es gibt ja eine ganz connectete Tanzszene in Deutschland und es gibt besonders coole Coaches, wo man dann gerne hin möchte und dann war dann eines Tages… Ich war also 18 oder so und es gab dann voll ‘nen coolen Tanzworkshop in Frankfurt. Und es war Winter und am Schneien, richtig doll. Und rate mal, wer trotzdem alleine im Dunkeln nach Frankfurt gefahren ist, um zu diesem Tanzworkshop zu gehen? Meine Mutter ist gestorben vor Angst. Dann ist mir noch der Handyakku leer gegangen und so ‘ne Scheiße. Ich hab’s gemacht. Ich hab dafür gesorgt, dass es funktioniert und bin am Ende gesund wieder angekommen. Und das war tatsächlich schon immer so, dass dafür gesorgt habe, dass Dinge funktionieren.

Wie gehst du denn allgemein mit Entscheidungen um?

Tatsächlich sehr gefühlsmäßig… Ich kenn das, wenn ich vor einer Entscheidung stehe. Als ich von der Telekom gegangen bin, war das tatsächlich auch so: Mein Kopf macht dann Fakten, also ich schreibe Pro-Contra-Listen, ich rede mit ganz vielen Leuten darüber: Was ist deine Meinung,? Okay, was sind hier die Möglichkeiten? Und dann setze ich mich meistens hin und hör so einmal in mich hinein und denk so: Oh Franci, du weißt es doch eh schon. Was recherchierst du denn hier schon wieder?! Die Entscheidung hast du vor Tagen schon getroffen. Du weißt es schon, du machst das eh so. Und dann mach ich das tatsächlich immer so.

Also ich weiß nicht, wie das kommt, ob das normal ist, oder nicht. Aber es ist ganz ganz oft, dass ich mir, ganz rational, etwas überlege und dann in mir drin so: Aber du weißt doch eh schon, was du machst. Es ist doch schon entschieden. Und da war halt irgendwann zu sagen, „Das hat hier überhaupt keinen Sinn, das zu recherchieren, weil keines dieser Argumente verändert die Entscheidung, weil du mit dem Herzen und dem Bauch schon entschieden hast.” Und dann kriegt man mich schlecht nochmal davon weg. Also ich hab das sowohl bei den großen Entscheidungen, als auch bei: „Was willst du heute zum Abendessen?” Da bin ich auch am überlegen, aber eigentlich hat mein Herz oder mein Bauch, oder was auch immer, direkt geschrien: Kroketten!

Da musst du echt eine starke Intuition haben! Also dass du das eigentlich schon schnell fühlst, aber manchmal trotzdem noch überlegst, und dir sagst: „Ja, aber eigentlich weiß ich es ja schon,” richtig?

Ja, tatsächlich. Also es ist dann auch ganz ganz ganz stark in mir, wie so ein kleines Kind, dass sich direkt für was entschieden hat und dann so lange darauf beharrt, dass es so passiert. Aber früher, als Kind, hat es mir immer gut getan. Also ich hab noch nie ‘ne Entscheidung, bereut, bei der ich auf mein inneres Kind gehört habe. Das ist gut.

Ja, das ist richtig gut! Also zählst wahrscheinlich du nicht zu den unsicheren Menschen, oder?

Was Entscheidungen angeht, bin ich sehr straight, muss ich schon sagen. Auch in finanziellen Angelegenheiten. Wenn ich da einmal etwas haben will, dann kriege ich es schon irgendwie hin, das mit irgendeiner, ob es jetzt schon mit 16 ein Fernseher war, oder jetzt das Surface, mit dem wir jetzt gerade den Call machen. Irgendwie kriege ich es dann schon hin, das zu organisieren, dass ich es dann auch haben kann, und zwar nicht erst in sechs Monaten, sondern wahrscheinlich nächste Woche.

Was hat dir denn die Entscheidung bedeutet? Also dass du den sicheren Job gekündigt hast. Das hast du ja schon so ein bisschen angeschnitten…

Ich glaube, es war tatsächlich nicht die Entscheidung: Kündige ich jetzt bei der Telekom, oder nicht? Sondern es war: Höre ich jetzt auf alle anderen oder auf mich? Also es war die Entscheidung dafür, auf mich zu hören. Und die erste Entscheidung von einer Kette von Entscheidungen, die dafür gesorgt hat jetzt, das Leben zu führen, wie ich möchte und nicht mehr das, was andere von mir wollten. Wenn ich jetzt zurückgucke, weiß ich: Das war der erste Dominostein, der mich dahin gebracht hat, wo ich jetzt bin. Ist die beste Entscheidung meines Lebens.

Was hat denn die Entscheidung für dich auch insgesamt verändert?

Mein komplettes Leben. Also nicht nur alles um mich herum, sondern auch mich selber. Also alles im Außen und im Inneren. Das war wirklich wie so ein Wendepunkt, wo ich mich komplett in die Unsicherheit und in ein neues Leben gestürzt hab, was so weit weg ist von dem Konzernleben, das ich immer kannte. Weg von all meinen Kollegen, mit denen ich jeden Tag verbracht habe, und was auch ein großes Opfer ist. Weil das war besonders in den ersten Monaten sehr sehr hart, einfach nicht mehr Teil einer Gruppe zu sein. Aber das war auch der Preis, den ich halt zahlen musste für das, was ich jetzt habe und mache. Und natürlich auch das Innen: Ich hätte niemals die Leute kennengelernt, die ich jetzt kenne. Die 5 bis 10 Menschen, mit denen ich meine meiste Zeit verbringe, sind komplett unterschiedlich. Und ich hätte mich nie so krass weiterentwickelt, denn selbständig zu sein ist einfach am anderen Ende der Welt vom Leben im Konzern. Und ich hab mich sehr sehr stark verändert. Deswegen hat die Entscheidung, echt diese eine Entscheidung, und alles, was sie halt in Gang gesetzt hat, alles im Außen und im Inneren verändert. Ist nicht mehr das Leben, das ich früher hatte. Ich bin auf jeden Fall glücklicher und ich bin nicht mehr die gleiche, die, die ich damals war. Das ist ja jetzt schon auch fast ein Jahr her. Ich hätte mir gar nicht vorstellen können, so zu leben. Oder hätte es vielleicht auch nicht so geil gefunden. Aber die, die ich jetzt bin, halt schon.

Welchen Rat möchtest du anderen auf den Weg geben, die gerade vor einer schwierigen Entscheidung stehen?

Geh mit deinem Impuls. Also hör einfach auf dich. Du weißt es wahrscheinlich schon selber im Inneren und versuchs’ einfach mal durchzuziehen, weil dein Herz weiß in den meisten Fällen doch ein bisschen mehr über dich, als dein Kopf. Also kannst du dich auch gleich damit abfinden und einfach das machen, was dein Herz, deine Intuition, wie auch immer du es nennen willst, dir sagt. Und dann einfach dafür sorgen, das ist dann der aktive Part, dass es gut wird.

Ich glaub, ich bin dann so: Ich gehe erst mit Herz oder Bauch, und nutze dann den Kopf, um das funktionieren zu lassen.

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Francesca ist als Social Media Managerin und Content Creator selbstständig und hilft seit Kurzem mit ihrem 12-Wochen-Programm auch Menschen dabei, durch Systeme die Dinge in ihren Alltag zu integrieren, die sie automatisch zu ihren Zielen führen, ohne dabei ihr Privatleben zu vernachlässigen.

Mehr dazu findest du auf ihrer Website.